Autor: Vorstand

SpitzenkandidatInnenprinzip für Europa

SpitzenkandidatInnenprinzip für Europa

Die SPD steht hinter dem Prinzip SpitzenkandidatInnen für Europa

Medienberichten zufolge planen die Staats- und Regierungschefs der EU eine Abkehr vom Prinzip einer Spitzenkandidatur für das Amt des/der KommissionspräsidentIn bei der Europawahl. Wir sind entsetzt über diese Pläne und lehnen sie kategorisch ab. Die Wahl des/derKommissionspräsidentIn ist eine entscheidende Frage der europäischen Demokratie. Wenn die Staats- und Regierungschefs diese Entscheidung wie früher hinter verschlossenen Türen fällen wollen, treten sie demokratische Prinzipien mit Füßen, ignorieren den Wählerwillen und drehen das Rad der europäischen Integration zurück. Das darf nicht passieren.

Deswegen haben wir unsere Forderungen in folgendem Antrag formuliert: Spitzenkandidatenprozess

#Brexit vs #Bremain

#Brexit vs #Bremain

Die Fachausschusssitzung im Mai befasste sich mit dem hochaktuellen Thema #Brexit or not.

Am 23. Juni 2016 schaut ganz Europa auf das Vereinigte Königreich. An diesem Tag findet das Referendum über den möglichen Ausstieg des UK aus der Europäischen Union statt. Die Umfragen zeigen kein klares Bild, ob ein „BREXIT“ oder ein „BREMAIN“ das Ergebnis ist. Für beide Positionen hatten wir eineN ReferentIn in unserer Sitzung zu Gast:
Jane Golding von Labour Berlin
und
den britischen Kommunikationsberater und Blogger Jon Worth.

Maisitzung zum Thema #brexit
Maisitzung zum Thema #brexit

Vielen Dank unseren Gästen für die lebhafte Diskussion und ihren persönlichen Einschätzungen.

Der neue Vorstand

Der neue Vorstand

Die Wahlen sind zwar schon etwas länger her, aber dennoch wollen wir nicht missen ein Bild nachzureichen.

von links nach rechts: Fabian, Elif, Emilie, Karin, Johannes, Hagen, Ina, Viola
von links nach rechts: Fabian, Elif, Emilie, Karin, Johannes, Hagen, Ina, Viola
Gute Nachrichten über unsere „Charta“!

Gute Nachrichten über unsere „Charta“!

Nach dem Erfolg der ersten SPE-Basisinitiative, „Europäische Charta für eine engagierte Sozialdemokratie“, fand in Brüssel am 10. Januar 2013 die offizielle Anhörung vor dem Advisory Committee zum SPE-Grundsatzprogramm statt. Die InitiatorInnen der Charta aus Frankreich, Belgien und Deutschland, darunter auch die drei Berliner SPE-Aktivisten Gabriel, Fabian und Johannes, präsentierten ihre Forderungen und diskutierten mit den Ausschussmitgliedern, welche Punkte der Charta sich in das SPE-Grundsatzprogramm integrieren ließen.

Über 500 Genossinnen und Genossen aus ganz Europa hatten das Dokument für ein föderales, soziales und ökologisches Europa unterzeichnet, das maßgeblich vom Fachausschuss Europa/SPE-AktivistInnen Berlin erarbeitet wurde.

Mehr Infos unter www.pes.eu/en/blogs/mypes/european_charter und www.eurosocialdemocrats.eu

Veranstaltung: „EU-Fördermaßnahmen auf kommunaler Ebene – Potentiale erkennen, Veränderungen gestalten“

Veranstaltung: „EU-Fördermaßnahmen auf kommunaler Ebene – Potentiale erkennen, Veränderungen gestalten“

Öffentlichen Diskussionsveranstaltung
„EU-Fördermaßnahmen in Berlin auf kommunaler Ebene – Potentiale erkennen,
Veränderungen gestalten“
Am 17. Oktober 2012, 19 bis 21 Uhr
Erika-Hess-Saal und Vorraum, Kurt-Schumacher-Haus, Müllerstr. 163, 13353 Berlin

Etwa 40 Personen waren am 17. Oktober 2012 der Einladung der SGK-Berlin, des Fachausschusses Europa und des SPD-Landesverbandes gefolgt. Dr. Philipp Steinberg, stellvertretender SPD-Landesvorsitzender gibt eine kurze Einführung: „Es ist zu befürchten, dass es Kürzungen geben wird. Wahrscheinlich werden rund 100 Milliarden Euro im europäischen Haushalt gekürzt. Das liegt daran, dass die Nettozahler wie zum Beispiel Deutschland weniger geben wollen. Die Bundeskanzlerin hat das Ziel festgelegt, nicht mehr als 1 Prozent des Bruttoinlandprodukts nach Europa zu geben. Andere Länder sind nachgezogen. Die SPD lehnt diese Kürzungen, die auch zu Lasten der Kohäsionspolitik gehen, ab. Für die Mittelzuweisung nach Berlin kommt ein Weiteres hinzu: Berlin ist aufgewertet worden, da der Wohlstand nunmehr dem EU-Durchschnitt entspricht. Berlin gilt jetzt als stärker entwickelte Region. Das ist eine gute Nachricht, weil das bedeutet, es geht Berlin besser. In der Konsequenz heißt das aber auch weniger Geld für Berlin.“

Weiter: http://www.spd-berlin.de/links/sozialdemokratische-gemeinschaft-fuer-kommunalpolitik-sgk/aktuelles/eu-veranstaltung/

„Together for the Europe we need“: Kongress der Sozialdemokratischen Partei Europas in Vorbereitung

„Together for the Europe we need“: Kongress der Sozialdemokratischen Partei Europas in Vorbereitung

Am 28. und 29. September 2012 wird der für Bukarest geplante Kongress nun doch in Brüssel stattfinden, da der ursprüngliche Tagungsort aufgrund der politischen Situation in Rumänien ungeeignet erscheint. Alle zwei Jahre treffen sich Delegierte, SPE-AktivistInnen und sonstige Interessierte, um die Richtung der SPE zu bestimmen und den Präsidenten oder die Präsidentin zu wählen.

Nachdem der langjährige SPE-Präsident Paul Nyrup Rasmussen letztes Jahr aus gesundheitlichen Gründen sein Amt an den ehemaligen bulgarischen Ministerpräsidenten Sergej Stanichev als Übergangspräsidenten abgegeben hat, ist nunmehr eine Neuwahl notwendig. Sergej Stanichev ist der einzige Kandidat.

Zentraler inhaltlicher Programmpunkt wird die Verabschiedung des Leitantrages („General Resolution“) „Gemeinsam für unser Europa“ („Together for the Europe we need“) sein (s. -> Material). Als gemeinsames Ziel wurde folgendes formuliert: Die Schaffung eines progressiven, sozialen und demokratischen Europa. Weiter werden Maßnahmen, um die Krise in der Eurozone zu überwinden, insbesondere Wachstumsmaßnahmen einschließlich Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit und Finanzmarktregulierung, dargestellt. Dazu gehört auch eine stärker wachstums- und investitionsorientierte Nutzung der Eigenmittel des Europäischen Haushalts. Es folgt die Forderung, endlich die Währungsunion durch eine Sozialunion mit einem sozialen Stabilitätspakt zu ergänzen, welcher europaweite Mindestlöhne – orientiert am jeweiligen BIP – , die Überwindung der unterschiedlichen Bezahlung von Männern und Frauen sowie die Bekämpfung der Armut umfasst. Da Umweltprobleme nur grenzüberschreitend gelöst werden können, wird die Forderung erhoben, Europa nachhaltig weiterzuentwickeln, und insgesamt zu demokratisieren.

Es fehlt die Forderung nach einer Finanztransaktionssteuer ebenso wie europäische Mindeststeuersätze und klar definierte Maßnahmen zur Finanzmarktregulierung und zur Demokratisierung der EU. Wir haben Ergänzungs- und Änderungsvorschläge erarbeitet, die Philipp Steinberg als Berliner SPE-Delegierter einbringen wird (s. -> Material)

Abschliessend bleibt noch zu erwähnen, dass das Forum für die AktivistInnen nun leider ausfallen wird da die Erstattungskosten für die bereits gebuchten Flüge der AktivistInnen keinen Raum für das beliebte Format zur Kommunikation und Interessenaustausch im Budget der SPE/PES zulassen. Freuen wir uns auf (wahrscheinlich) März.

Für eine wachstumsfördernde europäische Wirtschafts- und Fiskalpolitik – Fiskalpakt in der vorliegenden Form ablehnen!

Für eine wachstumsfördernde europäische Wirtschafts- und Fiskalpolitik – Fiskalpakt in der vorliegenden Form ablehnen!

Der „Fiskalpakt“ („Vertrag über Steuerung von Wachstum und Beschäftigung sowie zur Koordinierung der Wirtschaftspolitik in der Eurozone“) ist zumindest in der vorliegenden Form nicht zustimmungsfähig. Die sozialdemokratischen Mitglieder des Senats und des Bundestages werden aufgefordert, sich für folgende Grundsätze einzusetzen und dem Ratifizierungsgesetz nur zuzustimmen, wenn diese Grundanliegen Berücksichtigung finden:

Ergänzung um einen Wachstums- und Beschäftigungspakt. Der Fiskalpakt enthält keinerlei Ansatzpunkte, die momentane Krise in der Eurozone zu beseitigen. Der Titel ist irreführend, da der „Fiskalpakt“ keine substantiellen Bestimmungen zur Steuerung von Wachstum und Beschäftigung sowie zur Koordinierung der Wirtschaftspolitik in der Eurozone enthält. In der Tat besteht die Gefahr, dass die einseitige Ausrichtung auf Haushaltsdisziplin im Ergebnis zu einem Fiasko führt: Wir erreichen weder Wachstum noch Schuldenabbau! Der Fiskalvertrag bedarf auf jeden Fall einer zwingenden Ergänzung um verbindlich verabredete europäische Maßnahmen zur Förderung von Wachstum und Beschäftigung. Ohne ein umfassendes Investitions-und Wirtschaftsaufbauprogramm für Europa lässt sich die Finanzkrise nicht überwinden. Es ist Aufgabe der Organe der EU, solche Maßnahmen einheitlich auszugestalten und anzuwenden. Allein über eine restriktive Fiskalpolitik wird die Konsolidierung öffentlicher Haushalte nicht gelingen. Wird die gegenwärtige Rezessionsspirale nicht durchbrochen, kann auch niemand gewährleisten, dass Hilfskredite an Mitgliedstaaten auch zurückgezahlt werden können.

Beteiligung der Finanzmärkte sicherstellen! Der Vertrag ist in Zusammenhang mit dem geplanten Europäischen Stabilitätsmechanismus zu sehen. Letzterer sieht vor, dass Mittel nur an Länder ausgezahlt werden, die den Fiskalpakt ratifiziert haben. In ähnlicher Weise ist ein Zusammenhang mit einer Beteiligung des Finanzsektors an den Kosten der Krise herzustellen. Die Krise in der Eurozone ist auch – und in erster Linie – eine Krise des Finanzsektors, und nicht in erster Linie eine Staatsschuldenkrise. Eine Beteiligung des Finanzsektors ist insbesondere über eine europäische Finanztransaktionssteuer sicherzustellen.

Keine neuen Belastungen für die deutschen Bundesländer! Es besteht die berechtigte Befürchtung, dass der Fiskalpakt die den Ländern in Deutschland verfassungsrechtlich garantierten Übergangsregeln zur Einhaltung der Schuldenbremse modifiziert. Damit müssten die Regeln des Paktes bis zum Inkrafttreten des Paktes – also vermutlich der 1.1. 2014 – auch von den deutschen Bundesländern eingehalten werden. Diese Ansicht vertritt zumindest das Bundesfinanzministerium in einem Schreiben an die Länder. Dies ist nicht akzeptabel. Ein Übergangszeitraum, der für Deutschland eine Anpassung an dieses Kriterium vor 2020 vorsieht, muss abgelehnt werden. Erst ab 2019 haben sich die Länder im Rahmen der deutschen Schuldenregelung verpflichtet, keine jährliche Neuverschuldung mehr aufzunehmen.

Keine weitere Einschränkung der finanziellen Handlungsmöglichkeiten der Länder! Eine Zustimmung der Länder – und damit auch von Berlin – kann es allenfalls dann geben, wenn sich der Bund auf die Länder zubewegt und finanzielle Hilfen zusagt. Das heißt: Der Bund muss die beabsichtigte Senkung der Einkommensteuer aussetzen, oder den Ländern die Ausfälle erstatten. Denkbar ist es auch, über die Bereitstellung von Entflechtungs- und Regionalisierungsmitteln zu diskutieren. Auch die Einführung von Deutschland-Bonds, wonach der Bund gemeinsam mit den Ländern Anleihen begibt, wäre eine denkbare Forderung.

Kündigungsmöglichkeit einführen! Der Vertragsentwurf enthält keine Kündigungsbestimmungen. Somit gelten die allgemeinen völkerrechtlichen Grundsätze bzw. diejenigen der Wiener Vertragsrechtskonvention. Damit hat das – auf Art. 23 und Art. 59 Abs. 2 GG gestützte – Umsetzungsgesetz den Rang eines einfachen Bundesgesetzes. Eine Kontrolle der Anwendung der Schuldenbremse ist zwar – entgegen der oftmals vertretenen Ansicht –  nicht vorgesehen. Dennoch wäre zumindest durch eine nachträgliche Regelung, beispielsweise mithilfe einer Protokollerklärung, sicherzustellen, dass der Fiskalvertrag durch einen Mitgliedstaat gekündigt werden kann. Durch völkerrechtliche Verpflichtung darf die Verantwortung von Bundestag und Bundesrat für die Ausgestaltung des Grundgesetzes, auch der in Art. 115 normierten Schuldenregelung, nicht ausgehebelt werden.

Kein Automatismus ohne Wachstumsimpulse! Der Fiskalvertrag sieht vor, die gesamtstaatliche Verschuldung, wenn sie über 60 % des nationalen BIP liegt, um jährlich 1/20 zu reduzieren. Zwar ist diese Pflicht bereits im Stabilitäts-und Wachstumspakt enthalten. Sie ist dort aber einer politischen Entscheidung des Rates nachgeschaltet und damit letztlich auch der nationalen Parlamente. Wird sie durch den völkerrechtlichen Fiskalpakt in den rechtlichen Status eines einfachen Bundesgesetzes erhoben, verpflichtet sie auch den deutschen Gesetzgeber und kann zu einer mitunter weitreichenden Einschränkung der haushaltspolitischen Gesamtverantwortung führen. Ein solcher Eingriff ist ohne die begleitenden wachstumsfördernden Maßnahmen abzulehnen.

Parlamentsbeteiligung sicherstellen! Der Fiskalvertrag verpflichtet die Mitgliedstaaten, die sich im Defizitverfahren gemäß Stabilitäts-und Wachstumspakt befinden, analog zu den Regeln im reformierten Stabilitäts- und Wachstumspakt jährlich ein Haushalts-und Wirtschaftspartnerschaftsprogramm vorzulegen.  In  diesem sollen von der EU-Kommission zu genehmigende Strukturreformen verbindlich niedergelegt werden. Dies geschieht bislang ohne Beteiligung der nationalen Parlamente, in deren Entscheidungshoheit solche Strukturreformen aber liegen. Sie dürfen durch eine völkerrechtliche Verpflichtung der Verantwortung der Parlamente nicht entzogen werden.

Schuldentilgungsfonds einrichten! Der Fiskalpakt sieht keine Regelungen zur Lösung der Altschuldenproblematik vor Der Abbau von Altschulden kann nicht allein durch Konsolidierung auf der Ausgabenseite gewährleistet werden. Im Fiskalvertrag und den begleitenden Dokumenten (Protokollerklärung, Denkschrift) fehlt ein Verfahren zum Umgang mit den bestehenden gesamtstaatlichen Defiziten. Die SPD fordert in Anlehnung an den Vorschlag des Sachverständigenrats, einen Schuldentilgungsfonds einzurichten. In diesen wird der Teil der Schulden, der 60% übersteigt, ausgelagert, und über die Ausgabe von Europäischen Anleihen finanziert.  Es bedarf einer klaren Verpflichtung seitens der Bundesregierung dazu, diesen oder vergleichbare Vorschläge EU-weit zu erörtern und aufzugreifen

Terminhinweis

Terminhinweis

Vortrag von unserer EU-Abgeordneten Dagmar Roth-Behrendt!

am: 03. Juni 2010
um 18:00 Uhr
zu Gast: Dagmar Roth-Behrendt, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments
Kooperation: Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland
Ort: Konferenzraum der Schwarzkopf-Stiftung, Sophienstraße 28-29, 10178 Berlin
Beschreibung: Vortrag mit anschließender Diskussion

http://www.schwarzkopf-stiftung.de/id.1.649.331.html