Kategorie: Positionen & Inhalte

„Together for the Europe we need“: Kongress der Sozialdemokratischen Partei Europas in Vorbereitung

„Together for the Europe we need“: Kongress der Sozialdemokratischen Partei Europas in Vorbereitung

Am 28. und 29. September 2012 wird der für Bukarest geplante Kongress nun doch in Brüssel stattfinden, da der ursprüngliche Tagungsort aufgrund der politischen Situation in Rumänien ungeeignet erscheint. Alle zwei Jahre treffen sich Delegierte, SPE-AktivistInnen und sonstige Interessierte, um die Richtung der SPE zu bestimmen und den Präsidenten oder die Präsidentin zu wählen.

Nachdem der langjährige SPE-Präsident Paul Nyrup Rasmussen letztes Jahr aus gesundheitlichen Gründen sein Amt an den ehemaligen bulgarischen Ministerpräsidenten Sergej Stanichev als Übergangspräsidenten abgegeben hat, ist nunmehr eine Neuwahl notwendig. Sergej Stanichev ist der einzige Kandidat.

Zentraler inhaltlicher Programmpunkt wird die Verabschiedung des Leitantrages („General Resolution“) „Gemeinsam für unser Europa“ („Together for the Europe we need“) sein (s. -> Material). Als gemeinsames Ziel wurde folgendes formuliert: Die Schaffung eines progressiven, sozialen und demokratischen Europa. Weiter werden Maßnahmen, um die Krise in der Eurozone zu überwinden, insbesondere Wachstumsmaßnahmen einschließlich Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit und Finanzmarktregulierung, dargestellt. Dazu gehört auch eine stärker wachstums- und investitionsorientierte Nutzung der Eigenmittel des Europäischen Haushalts. Es folgt die Forderung, endlich die Währungsunion durch eine Sozialunion mit einem sozialen Stabilitätspakt zu ergänzen, welcher europaweite Mindestlöhne – orientiert am jeweiligen BIP – , die Überwindung der unterschiedlichen Bezahlung von Männern und Frauen sowie die Bekämpfung der Armut umfasst. Da Umweltprobleme nur grenzüberschreitend gelöst werden können, wird die Forderung erhoben, Europa nachhaltig weiterzuentwickeln, und insgesamt zu demokratisieren.

Es fehlt die Forderung nach einer Finanztransaktionssteuer ebenso wie europäische Mindeststeuersätze und klar definierte Maßnahmen zur Finanzmarktregulierung und zur Demokratisierung der EU. Wir haben Ergänzungs- und Änderungsvorschläge erarbeitet, die Philipp Steinberg als Berliner SPE-Delegierter einbringen wird (s. -> Material)

Abschliessend bleibt noch zu erwähnen, dass das Forum für die AktivistInnen nun leider ausfallen wird da die Erstattungskosten für die bereits gebuchten Flüge der AktivistInnen keinen Raum für das beliebte Format zur Kommunikation und Interessenaustausch im Budget der SPE/PES zulassen. Freuen wir uns auf (wahrscheinlich) März.

Politik für die Metropolen

Politik für die Metropolen

Diskussion mit französischen Sozialisten fortgesetzt

Im Frühsommer 2010 hat die „AG Metropolenpapier“ des Fachausschusses Europa/SPE Activists Berlin zentrale Aspekte progressiver Großstadtpolitik vergleichend für Berlin und Paris erarbeitet.

Treffen der Berliner SPD mit den Pariser Sozialisten Anfang Oktober. Foto: Chourka Glogowski

Leitgedanken umfassen u. a.
❍ die regionale Wettbewerbsfähigkeit und Innovationsprozesse;
❍ soziale und bildungspolitische Aufgaben;
❍ den erneuerten Zusammenhalt durch Integration;
❍ die Lebensqualität im urbanen Raum;
❍ den Wandel zur ökologischen Stadt.
Bei diesen Querschnittsthemen werden die Handlungsspielräume und -möglichkeiten der SPD Berlin und der PS Paris aufgezeigt. Gleichzeitig geht es bei der Umsetzung um das voneinander Lernen und um die gegenseitige Unterstützung. Insgesamt können die Verständigung und das Zusammenwirken von Paris und Berlin bei zentralen Themen einen exemplarischen und modellhaften Charakter für Gesamteuropa haben. Dazu wurde am 1. Oktoberwochenende der erste Entwurf des Metropolenpapiers beim Besuch der Pariser GenossInnen mit Vertretern der Commission Fédérale Europe der PS Paris diskutiert. Die Teilnahme von fast 20 GenossInnen und der angeregte konstruktive Austausch zu einzelnen
Themenkomplexen belegen das große Interesse an der Weiterbearbeitung dieses bilateralen Metropolenpapiers. Die
Themen Verkehrspolitik, direkte Demokratie und Familienpolitik liegen den Pariser GenossInnen sehr am Herzen und fließen somit prioritär beim Diskussionsprozess auf Pariser Seite ein. Der Schwung dieser konstruktiven Diskussion wird in den kommenden Monaten dazu genutzt, das Metropolenpapier zu finalisieren, um bei einem der nächsten Austausche der SPD Berlin mit der PS Paris die gemeinsame Deklaration von den jeweiligen Parteivorsitzenden unterzeichnen zu lassen.
Karin Pieper ❏
aus Berliner Stimme vom 30.Oktober 2010

Bericht vom SPE-Kongres in Prag

Bericht vom SPE-Kongres in Prag

Logo Kongress
Logo Kongress

Einen ausführlichen Bericht vom SPE-Kongress in Prag, an dem auch 4  SPE-Aktivisten aus Berlin teilnahmen, findet ihr hier als pdf-Dokument zum Herunterladen.

Der Bericht ist erschienen in der Berliner Stimme (Nr.1 – 60. Jahrgang 16. Januar 2010, Seite 9-10).

SPE-Beschlüsse von Prag

SPE-Beschlüsse von Prag

Die SPE-Beschlüsse von Prag

Resolutionen beschreiben Ursachen der Wahlniederlage und politische Konsequenzen

Europas Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten machten in Prag ein weiteres Mal deutlich, welche Politik es nur mit ihnen geben wird und in welchen Punkten sie sich erheblich von den Konservativen und Liberalen unterscheiden. Zwei Resolutionen wurden hierzu verabschiedet.

Zum einen werden darin die thematischen Prioritäten der nächsten Jahre benannt.

Die wichtigsten Forderungen:

  • ein gerechteres Wachstumsmodell, das sich zu einer Gleichgewichtigkeit von Wirtschaftswachstum, sozialer Sicherheit und ökologischer Verantwortung auf der europäischen Ebene bekennt;

  • eine umfassende Reform der Finanzmärkte bis hin zu einer Finanztransaktionssteuer;

  • den entschlossenen Kampf gegen den Klimawandel

  • die Verwirklichung eines sozialen Europas, einschließlich eines europäischen Sozialpaktes und einer Stärkung der Arbeitnehmerrechte

  • die Beendigung von Geschlechterungerechtigkeiten

  • die Gestaltung der Globalisierung im Sinne einer neuen, gerechteren Weltordnung

Zum anderen werden die Gründe für die Wahlniederlage im Juni 2009 analysiert und Vorschläge zur institutionellen Stärkung der SPE gemacht, etwa durch:

  • eine stärkere Zusammenarbeit der einzelnen Parteiführer
  • die bewusstere Öffnung zu anderen gesellschaftlichen Gruppen, Akteuren und Organisationen
  • die gezieltere Integration des nächsten SPE-Wahlmanifests in die Europawahlprogramme der Mitgliedsparteien
  • die Nominierung eines gemeinsamen Kandidaten für das Amt des Kommissionspräsidenten

Berichte, Reden und Videos vom Kongress auf der Homepage der SPE: http://www.pes.org

Quelle: Berliner Stimme. Nr.1 – 60. Jahrgang 16. Januar 2010, Seite 9

„Die SPE auf der Suche nach europäischen Werten“­

„Die SPE auf der Suche nach europäischen Werten“­

„Die SPE auf der Suche nach europäischen Werten“­ – über dieses Thema diskutierten die Aktivisten während ihres Treffens am 26. November im Kurt Schumacher Haus. Wo liegen die Schwierigkeiten, eine Wertebasis in der SPE zu finden? Welche Ansatzpunkte gibt es? Diese und weitere Fragen wurden nach einem kurzen Eingangsreferat intensiv von den Teilnehmern behandelt. Einig war man sich, dass die europäische Sozialdemokratie traditionelle Werte mit neuen Herausforderungen verbinden sollte. Die gemeinsame Geschichte sowie Kultur gelten als wichtiges Fundament auf der Suche nach einer Wertbasis. Gleichzeitig fördert der Austausch unter den sozialdemokratischen und sozialistischen Parteien Europas die Bildung einer gemeinsamen Grundlage. Werte sind heute immer mehr das Resultat von Verhandlungen. Die PES-Aktivisten bilden hierfür mit ihrem europaweiten Netzwerken und Begegnungen eine wichtige Plattform für die Zukunft.

Die Berliner Aktivisten wollen auch bei ihrem zukünftigen Treffen, die Diskussion über Werte weiterführen und unter verschiedenen Themen weiterentwickeln.

Interessierte sind herzlich eingeladen, uns zu besuchen!

SPD und Gewerkschaften für sozialen Fortschritt in Europa

SPD und Gewerkschaften für sozialen Fortschritt in Europa

Das ist eine gute Botschaft: SPD und die Gewerkschaften treten gemeinsam für sozialen Fortschritt und eine neue soziale Wirtschaftsordnung in Europa ein.

Zusammen mit dem DGB-Vorsitzenden Michael Sommer und dem Vorsitzenden von ver.di Frank Bsirske sowie Andrea Nahles und Olaf Scholz habe ich heute in Berlin ein gemeinsames Positionspapier von SPD und Gewerkschaften zu sozialem Fortschritt in Europa vorgestellt. Das Papier ist ein detailliertes Arbeitsprogramm, das konkrete gemeinsame Schritte von SPD und Gewerkschaften auf nationaler wie europäischer Ebene vorsieht. Es ist das Fundament für eine strategische Partnerschaft von SPD und Gewerkschaften beim Aufbau eines sozialen Europas der Menschen. …

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PM zur Kosmetikverordnung

PM zur Kosmetikverordnung

Liebe Aktivistinnen und Aktivisten,
nachfolgend eine Pressemitteilung von Dagmar Roth-Behrendt zur heute vom Europäischen Parlament angenommenen Kosmetikgesetzgebung, die Dagmar als zuständige Berichterstatterin maßgeblich geprägt hat.

Dagmar ROTH-BEHRENDT:

„Von Kopf bis Fuß mehr Sicherheit“

Europäisches Parlament verabschiedet Kosmetikverordnung

Die Abgeordneten des Europäischen Parlamentes haben heute den Kompromiss über den Vorschlag der EU-Kommission zur Kosmetikgesetzgebung mit großer Mehrheit angenommen. …

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Europa ist nicht neutral

Europa ist nicht neutral

Hierunter ein Link zu einem Artikel in „Le Monde“ bezüglich eines Gesprächs mit Jean Pierre Jouyet, ehemaliger Staatsekretär für EU Angelegenheiten.

Titel : La tentation de l’Europe était trop forte (auf Französisch)

Interessant ist seine Erklärung warum er diese Amt als Staatsekretär übernommen hatte, obwohl er der Parti Socialiste angehörte. Ganz einfach: für ihn ist Europa weder links noch rechts. Solche Äusserungen sind in der Bevölkerung, aber auch innerhalb unserer Parteien weit verbreitet und unsere Aufgabe als Sozialdemokraten und SPE-Aktivisten ist das Gegenteil zu beweisen. Es gibt ein sozialdemokratisches Europa, das nicht dem konservativen entspricht. Steuersenkungen und Kürzungen der öffentlichen Ausgabe gehören wie immer zu den wesentlichen Merkmalen des Programms der EVP-DE Fraktion für die kommende Europawahl.

Vor kurzem hat Poul Nyrup Rasmussen Kritik an dem Programm der EVP-DE ausgeübt (auf English)